Charivari

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Charivari bedeutet in der Urbedeutung so etwas wie „Katzenmusik“, also eher unangenehmen Lärm. Das Charivari in der Tracht ist eine silberne oder versilberte Schmuckkette, die am Latz der Lederhose oder vorne an der Dirndlschürze angebracht wird. An ihr sind allerlei Dinge wie Edelsteine, Münzen, Scheiben aus Horn und Stücke von Geweih angebracht, mitunter finden sich sogar Zähne und Pfoten kleiner Tiere in der Sammlung – Prunkstücke eines erfolgreichen Jägers, wie sie ausschließlich Männer trugen. Die Charivaris der Damen waren eher mit verschiedenen Schmuckanhängern bestückt. Der Name rührt womöglich daher, dass eine Kette mit entsprechendem Behang beim Gehen ziemlich geräuschvoll war.

Charivari mit Trophäen

Auszier und Charivari geschmückt mit Jagd-Trophäen (Bild: Mueller-rech.muenchen // Wikipedia Commons)

Charivari am Dirndl

Auch am Dirndl zu finden: Das Charivari, in moderner Form eher Dekor als Trophäe

 

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Über den Autor

Alpenwelt Online Team

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