Der Wasserfallzopf – Trachtenfrisuren-Tutorial

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Der Wasserfallzopf – Unkomplizierter Romantiker unter den Frisuren

Gerade zum Dirndl fällt die Entscheidung oft schwer: Einerseits möchte frau sich frisieren, andererseits den natürlichen Look ungestylter Haare belassen. Wie gut, dass es hier einen so charmanten Kompromiss der Flechtfrisuren gibt! Eine schnelle Frisur für halb offen getragenes Haar ist der Wasserfallzopf. So nennt man einen Zopf, der vom Scheitel beidseitig bis zum Hinterkopf ins Deckhaar eingeflochten wird, wobei die darunterliegenden Haarpartien offen bleiben und lose fallen.

Diese schöne Trachtenfrisur ist romantisch und ein bisschen wild zugleich. Alles, was ihr dazu braucht, sind Haargummis, Haarklammern oder Haarnadeln, Kamm und eventuell ein Glätteisen (aber natürlich zum Locken, nicht zum Glätten!). Haarspray kann optional zur Festigung genutzt werden und empfiehlt sich besonders bei Damen mit sehr dünnem, glattem Haar, die dem Endergebnis etwas zusätzliches Volumen verleihen möchten.

Der Wasserfallzopf passt vor allem zu jungen Damen und romantischen Dirndln, da er sehr feminin und auch etwas verspielt ist. Das Tolle an dieser Trachtenfrisur: Sie funktioniert auch mit feinem Haar! Naturgelockte Haare brauchen vor dem Flechten nicht gewellt zu werden, sie werden mit dieser Frisur auf ganz natürliche Weise gebändigt. Und naturgegebene Wellen machen ohnedies die ganz besondere Wirkung des Wasserfallzopfes und der trachtigen Flechtfrisuren aus.

In dieser Video-Anleitung seht ihr Schritt für Schritt, wie ihr auch eure Haare zu einem Wasserfallzopf flechten könnt. Tipp: Mit Hilfe geht’s natürlich leichter …

Anleitung: Locken und flechten, so geht’s und so hält’s!

Zunächst werden alle Haare mit dem Glätteisen gelockt. Dazu wird jede Strähne einzeln abgeteilt, von oben in das Glätteisen eingeklemmt und dann durch das Eisen gezogen. Damit Locken entstehen, dass Glätteisen nach dem Schließen um 180 Grad drehen. So werden weiche, feminine Wellen gezaubert. Nachdem alle Strähnen gelockt sind, die Haare kurz abkühlen lassen.

Als Nächstes geht es an das Flechten. Seitenscheitel ziehen und die obere Haarpartie mit drei Strähnen beginnen. Dabei klassisch anfangen und dann jeweils die äußere Haarsträhne, die geflochten wurde – oder oberste Strähne, die in der Hand liegt – fallen lassen und dafür eine neue Haarsträhne aufnehmen. So bis zur Mitte am Hinterkopf vorgehen und dann den Zopf mit einem Haargummi fixieren. Auf der anderen Seite genau gleich arbeiten und den Zopf am Ende ebenfalls mit einem Haargummi befestigen. Damit die Haargummis nicht zu sehen sind, legt man beide Zöpfe übereinander, sodass die Haargummis versteckt sind, und steckt sie mit Haarklammern unsichtbar fest. Tipp: Zwei Klammern über Kreuz garantieren einen besseren Halt.

Zum Abschluss die Haarspitzen etwas aufkneten, zum Beispiel mit Haarwachs. Und wenn du etwas länger unterwegs bist, empfiehlt es sich, die Frisur zusätzlich mit Haarspray zu fixieren, damit die Locken nicht aus der Form geraten und dein Wasserfallzopf auch nach einem langen Tag noch so schön fällt wie am Morgen.

 

Videomaterial: © Krüger Madl

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Über den Autor

Alpenwelt Online Team

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